Gommeraner Kinderzehnkampf in Gommern - Steffen Hartwig

Zehn Disziplinen, 115 Kinder und jede Menge Sonnenschein

Beim 21. Gommeraner Kinderzehnkampf wurden kleine Helden geboren

Am Samstag, dem 29. August 2026, trafen sich im Sportforum Gommern 115 besonders mutige Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis elf Jahren. Ihr Auftrag: zehn Disziplinen absolvieren, möglichst viele Punkte sammeln und am Ende als Königin oder König der Leichtathletik nach Hause gehen.

Das Wetter spielte schon einmal hervorragend mit. Bei 24 Grad, herrlichem Sonnenschein und leichtem Wind waren die Bedingungen fast zu gut, um wahr zu sein. Lediglich die Eltern mussten aufpassen, nicht selbst auf die Wettkampfbahn geschickt zu werden, denn angefeuert wurde mit mindestens genauso viel Einsatz wie gelaufen, gesprungen und geworfen.

In zwölf Riegen – sechs Mädchen- und sechs Jungenriegen – ging es durch das umfangreiche Programm. Auf dem Plan standen der 6-Sekunden-Sprint, der Zonenweitsprung, Medizinballstoßen, Standhochsprung, der 30-Sekunden-Lauf, Diskuswurf, Stabfliegen, der 30-Meter-Hürdenumkehrlauf, der Softspeerwurf und zum Schluss der 400-Meter-Stadionmarathon.

Schon beim 6-Sekunden-Sprint wurde deutlich: Sechs Sekunden können erstaunlich lang sein, wenn man auf das Startsignal wartet – und erstaunlich kurz, wenn man möglichst schnell ins Ziel kommen möchte. Tilda Lüdecke bewies dabei mit sieben Punkten, dass sie offenbar besonders gut mit der Zeit verhandeln kann.

Auch die magische 50-Punkte-Marke sorgte für Spannung. Vier Athletinnen und Athleten schafften es, diese Schallmauer zu durchbrechen. Marie Hesse, W11, kam auf 53,4 Punkte. Bei den Jungen erreichten Alexander Supplie, M11, ebenfalls 53,4 Punkte, Eduard Schotte, M11, 52,4 Punkte und Erik Michael, M10, 50,1 Punkte.

Im Standhochsprung flog Greta Achatzi aus der Altersklasse 9 beeindruckende 46 Zentimeter hoch. Marie Hesse und Eduard Schotte sprangen jeweils 43 Zentimeter hoch. Da wurde selbst manchem Erwachsenen klar, dass „nur kurz hochspringen“ durchaus eine ernstzunehmende sportliche Aufgabe sein kann.

Beim Medizinballstoßen sammelten Celine Schinke mit acht Punkten und Mira Danelak mit sieben Punkten kräftig Zähler. Bei den Jungen überzeugten Hannes Apel mit acht Punkten und Carlo Rost mit 7,5 Punkten. Der Medizinball blieb dabei hoffentlich dort, wo er hingehörte – und nicht auf dem Kuchenbuffet.

Im Diskuswurf zeigten Mia Heinke, Ina Freya Gensch und Wilhelm Teske starke Leistungen. Im Softspeerwurf kamen Marie Hesse und Benjamin Serve jeweils auf 6,5 Punkte. Im Zonenweitsprung sprangen Benita Blume und Carlo Rost jeweils neun Punkte weit. Tilda Lüdecke sammelte auch im Hürdenumkehrlauf wichtige Punkte, während Carlo Dorst im Sprint sechs Punkte erzielte.

Nach all den sportlichen Herausforderungen musste natürlich auch die Energieversorgung stimmen. Dafür sorgte „Schmidtchen on Tour“ und die Volksbank Jerichower Land.

Besonders erfreulich: Alle Riegen bekamen gesundes Obst zur Stärkung. Damit war zumindest theoretisch sichergestellt, dass niemand den nächsten Wettkampf nur deshalb verpasste, weil vorher eine Banane gegessen werden musste.

Rund 400 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten das Geschehen im Sportforum Gommern. Sie feuerten die jungen Sportlerinnen und Sportler an, fieberten mit und erlebten einen abwechslungsreichen Vormittag voller Spannung, Bewegung und guter Laune.

Auch ein Geburtstagskind war dabei. Jonah bekam von Steffen Hartwig und allen Anwesenden ein Geschenk und ein gemeinsames Geburtstagsständchen. Ein Geburtstag mit Pokalen, Applaus und 115 sportlichen Gästen – das dürfte schwer zu überbieten sein.

Für Sicherheit und medizinische Betreuung sorgte Dr. Michael Sudau. Währenddessen achteten rund 50 Riegenführerinnen und Riegenführer, Kampfrichterinnen und Kampfrichter sowie viele Helferinnen und Helfer darauf, dass jede Riege den richtigen Weg fand und keine Disziplin versehentlich doppelt oder gar nicht absolviert wurde.

Nach dem 400-Meter-Stadionmarathon war die Spannung endgültig auf dem Höhepunkt. Manche Platzierung wurde erst auf den letzten Metern entschieden. Danach warteten Pokale, Teilnehmermedaillen und Urkunden auf die jungen Sportlerinnen und Sportler. Bei der feierlichen Siegerehrung gab es strahlende Gesichter, stolze Eltern und vermutlich auch einige Kinder, die am Abend schneller einschliefen als gewöhnlich.

Steffen Hartwig bedankte sich bei allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den Athletinnen und Athleten, den Eltern, Großeltern und Unterstützerinnen und Unterstützern. Sein Dank galt ihrem großen Herzen, ihren starken Nerven, ihrer Geduld und ihrem unermüdlichen Einsatz für die kleinen Athletinnen und Athleten.

Damit steht eigentlich schon fest: Wenn alles gut geht, wird es auch 2027 wieder heißen:
Auf die Plätze, fertig – Start frei zum 22. Gommeraner Kinderzehnkampf!

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